Der Magnetberg

Inhalte:

Auf der anderen Seite der Zeit IV

Hier treffen sich Gierlich und Kierdorff mit Noa Sophie Kober (erstmals in „Fireballs„) und Bento Achenbach (aus „Der Geisterzug„, „Nao trifft auf Bento“ usw.). Im Magnetberg lässt HBW (erstmals richtig erwähnt in „Auf der anderen Seite der Zeit I„) die gestohlene Kunst und die Fiktionalen sortieren.

Sie sind nicht nur in eine fremde Welt geworfen worden, darüber hinaus wurden bei der Ankunft Eltern wurden von ihren Kindern getrennt. Sie sind Fiktionale.

Aus der Stadt zogen Kilometerlange Trecks. Menschen mit ihren Haustieren. In Autos, Bussen, Wohnmobilen, auf Motorrädern, Fahrrädern und Mofas oder zu Fuß. Doch schon nach wenigen Stunden blockierten Kolonnen die Straßen. Die Luft außerhalb der Stadt war tödlich, es gab kein Hinaus aus der Stadt. Vom Roten-Turm auf dem Galgenberg und von der Burg Magnetberg konnte man weit ins Land schauen: Häuser, Pflanzen, Menschen, Tiere waren tot. Felder brannten. Strommaste waren abgeknickt. Hier im Zentrum des Unglücks legte sich eine schwere, gelblichgraue Aschenschicht über Alles. Der Himmel blieb gelb.

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Die Burg Magnetberg.

Empfangshalle im Bergwerk unterhalb der Burg Magnetberg. Auf einem großen Bildschirm wurde angezeigt aus welchen Büchern in den nächsten Minuten neue Schätze und Fiktionale erwartet wurden. Stand bei dem genannten Buch „eingetroffen“, sah man auch schon die beauftragte Räuberbande auf einem Waggon einfahren. Dieser war beladen war mit zahlreichen Kunstgegenständen, Tierfellen, Gold, Silber, wertvollen Steinen, Schmuck oder schlicht Kisten mit allerlei Trödel. Die Fiktionalen wurden nun befragt, welche Funktion sie bisher in ihrem angestammten Buch gehabt hätten und welche besonderen Fähigkeiten sie haben. Schnell musste der Bot am Schalter entscheiden, in welchen Prüfungsbereich der Fiktionale nun kommen sollte. In den unterschiedlichen Prüfungsbereichen wurden die Fiktionalen von Bots verschiedenen Tests und Befragungen unterzogen. Die Auswertung bestimmte schließlich in welchem Arbeitsbereich die Leute in der Stadt tätig wurden. Erst nach der abschließenden Auswertung und Zuweisung mussten sie ihre alten Kleider ausziehen – die je nach Epoche und Zustand ebenfalls in den Handel kamen oder bei Minderwertigkeit umgehend in einer Hadernmühle zerkleinert und zu Papier verarbeitet wurden. Anschließend bekamen sie ihrer neuen Position entsprechend neue Kleidung gestellt. So konnte man hier mehrere Ströme von Waren und Menschen beobachten. Das für diesen Prozess notwendige Buch fiel dabei kaum auf. Je nach Schwere des Diebstahls wurde das Buch entweder ins Depot zurück befördert oder, wenn es vollkommen leer oder nahezu leer, jedenfalls nutzlos geworden war, der Entsorgung zugeordnet. Hier war je nach Materialzustand ein Recycling möglich, wenn es sich um gutes Papier handelte, dann kamen die Reste mit den ausgesonderten Kleidungsstücken in ein Mahlwerk zur sogenannten Stoffauflösung. Waren die Bücher aber auch aus Materialsicht minderwertig, wurden sie gleich verbrannt. Die in Depot zurückbeförderten Bücher, wurden nun auf ihren Zustand überprüft und in verschiedene Wertigkeitsklassen eingeteilt, die darüber Auskunft gaben, welche Sachwerte sich noch im Buch befanden.

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Erst nach der abschließenden Auswertung und Zuweisung mussten sie ihre alten Kleider ausziehen – die je nach Epoche und Zustand ebenfalls in den Handel kamen (Foto: Ausstellung „Macht der Mode-Ausstellung“, LVR-Museum in Engelskirchen)

Hinweis: Dies ist ein fiktives Dokument zur transmedialen Buchreihe Bookattack – Living in Books. This is a fictional document!