Zeitschrift „Der Katholik“, 1876

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Titelblatt von „Der Katholik“, Juli 1876. Erschien im Verlag von Franz Kirchheim.

Wer sich ein wenig der Realität zur Zeiten des „Kulturkampfes“ annähern möchte, kommt an der Zeitschrift „Der Katholik“ nicht vorbei. So steht in der Festschrift (1928) des katholischen Pressevereins („Augustinus-Verein“):

„So gering für das katholische Leben in diesem Zeitraum die Bedeutung der katholischen Presse war, so groß war die Bedeutung einiger katholischer Zeitschriften, die in vielen Punkten die Presse nahezu ersetzten. An erster Stelle ist hier zu nennen die Mainzer Zeitschrift >Der Katholik<, die 1821 von den Mainzer-Professoren Andreas Räß und Nikolaus, von denen der eine später Bischof von Straßburg, der andere Bischof von Speyer wurde, gegründet wurde und die sich fast 100 Jahre gehalten hat. […] Der >Katholik< gewann bald in ganz Deutschland Verbreitung und hohes Ansehen. […] Sein kirchlicher Standpunkt kennzeichnete sich durch engsten Anschluß an Rom und Kampf gegen national-kirchliche Bestrebungen. Die Verteidigung der Kirche und ihrer Rechte zog ihm Verfolgung und Verbote zu, verschaffte ihm aber auch einen großen Anhang in allen Kreisen und Teilen Deutschlands.“ (aus: „Der Augustinus-Verein zur Pflege der katholischen Presse von 1878 bis 1928“, Düsseldorf, 1928, Seite 5/6)

Die Zeitschrift „Der Katholik“ erschien im Verlag von Franz Kirchheim (vgl. [1]).

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Werbung des Franz Kirchheim Verlags für ein neues „Kinderbüchlein, welches namentlich Legenden und Erzählungen religiösen Inhalts enthält …“. Rückseite von „Der Katholik“, Oktober 1876.
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Werbetext des Franz Kirchheim Verlags, Mainz auf der Rückseite von „Der Katholik“, Dezember 1876: „In einer Weise wie es in neuerer Zeit noch nie geschehen, schildert der hochwürdigste Herr Verfasser in diesem seinem neuesten Werke >die Schönheiten des Rosenkranzes<, stellt diesen letzteren aber auch als einen >wirklich vollständigen Volks-Katechismus< dar, als einen Katechismus, >wie er nicht praktischer gedacht werden kann,< von dessen eifriger Uebung man sich in diesen Tagen des >Culturkampfes< getrost jene trefflichen Dienste versprechen darf, die das Gebet des Rosenkranzes von seiner ersten Einführung an der Kirche geleistet hat.“
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Rückseite von „Der Katholik“, November 1876. Aus der Werbung oben:“Die so oft aufgestellte Behauptung: >Die lateinischen Völker sind in offenbarem Niedergange begriffen; die Zukunft gehört der germanischen und slavischen Race!< wird in der hier angekündigten Schrift schlagend widerlegt […] gelangt zu dem Schlusse: daß das nächste große Jahrhundert ein katholisches Jahrhundert sein wird.“ (Werbetext zum Buch „Die Zukunft der katholischen Völker“ von Baron von Haulleville. Erschien 1876 im Verlag von Franz Kirchheim, Mainz). Aus der Werbung unten: >Der Denunciant. Eine Erzählung aus der Gegenwart für das katholische Volk. […] Von M. Renitentus […] Nach dem Vorworte dieses Schriftchens schildert der bereits bekannte Verfasser in demselben das unwürdige Denunciantenthum, die elende Kriecherei, Verrätherei und Verfolgungssucht, welche in Folge des >Culturkampfes< im deutschen Volkscharakter zu Tage treten …“ (Wertetext vom Franz Kircheim Verlag, Mainz).