Dolinen

Frühjahr 1881

Im Wald sehen die Kinder eine Frau in einem langen weißen Gewand. Licht strahlt durch die Bäume. Sie halten die Frau für einen Geist. Plötzlich ist sie verschwunden.

Die katholischen Eltern im Dorf meinen die Kinder hätten die Mutter Gottes gesehen. In den nächsten Tagen pilgerten aus der Umgebung die Gläubigen in den Wald. Sie wollten die Mutter Gottes sehen.

 

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In vier Planwagen erreichten die Gendarme Lindlar. Sie wurden in eine Scheune am Ortsrand einquartiert. Niemand sollte sie sehen. In Breun zwischen Wipperfürth und Hartegasse hatte Behrens weitere Gendarme postiert. Bei Anbruch der Dunkelheit sollten sie über den Vogelsberg nach Hartegasse aufbrechen, dort die Sülz überqueren und wie die Kollegen von Lindlar kommend, zur Höhle vorstoßen.

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Auf einer kleinen Empore stand Hartrad Böhm-Winter … um ihn herum seine Männer, mit Fackeln …

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HBW

Zeremonie

… Franz erkannte einige Männer aus der Wirtschaft in Hartegasse wieder. Und ganz am Rand stand Wilhelm Dresbach, dessen Kinder Karl, Luise, Berta und Friedrich im März 1879 entführt worden waren.

… Offensichtlich hatte Böhm-Winter den Leuten versprochen, einer Zahlung von XX würden ihre Kinder zurück ins Leben geholt. Einer nach dem anderen ging zum Tisch, wo einer von Haffners Männern die Zahlungen in ein dickes Geschäftsbuch eintrug.

… Sie trugen einen Sarg rein und öffneten den Deckel.

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Zeichnung (Ausschnitt) nach einer Skizze von Fritzmann, in „Die Gartenlaube“, Nr. 28/1872, S. 452.
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Zeichnung (Ausschnitt) nach einer Skizze von Fritzmann, in „Die Gartenlaube“, Nr. 28/1872, S. 452.

… im Gang dahinter fanden sie Särge mit Skeletten.