Reiner vom Berg

Reiner Arnold, genannt „Reiner vom Berg“, wurde 1952 in Lindlar geboren, besuchte das EvB-Gymnasium in Wipperfürth, Studium ab 1969 in Köln. Schriftsteller und Liedermacher, später auch Kabarettist. Er schrieb 1973 „Das K.“- Spottgedicht über die Krow-Sage von Heinrich-Gustav von Hipel („Leute macht die Läden zu / In den Gassen spukt das K. / Mir ist es egal / Gut‘ Nacht“). Bis in die frühen 80er Jahre war Arnold aktiv. Er zog sich für einige Jahre aus der Öffentlichkeit zurück. 1993 zog er zurück nach Lindlar und lebte nun in einem Fachwerkhaus am Ortsrand. Er war nebenbei aus Bildhauer tätig und ging einem Brotjob in der Industrie nach. 1994 – 97 trat er bei lokalen Veranstaltungen auf. Er trug stets das Gedicht „Vom bösen Wesen K.“ vor.

Es war dunkel wie in der Nacht
als ein paar Trunkenbolde ihm den blutigen Körper
wie ein totes Tier auf den Tisch warfen.
Er war gerade erst aufgewacht
und schaute sie an wie ein Gestörter.
Gestammel: Hat ‘ne Kugel im Bauch.
Er holte die Zange.
Der andere riss die Augen auf.
Ihm wurde wohl bange.
Hastdunichtgesehn.
Nur ein Blitz –
Nein kein Witz.
Weg war er.
Zurück ließ er
die Kugel mit der Flamme.

Nachgedacht,
ziemlich lange.
Nimmt sich die Kugel.
wäre doch gelacht.
Rubbeldiekatz.
Auch er ist weg.

Die zwei trafen sich wieder
auf der anderen Seite der Zeit.
Kehren zurück,
zum selben Platz.
Werden verdroschen.
Es entsteht ein Feuer.
Löschen könne sie nicht.
Wegen dem Ungeheuer.
Sprang von Flamme zu Flamme.
Und dann in den Wald.
Da wird einem ja ganz Angst und Bange.

Macht die Läden dicht,
ihr Leut.
In der Gasse da spukt das K.
Mir egal.

Gut‘ Nacht.

Reiner vom Berg, „Vom bösen Wesen K.“, 1973.

Hinweis: Dies ist ein fiktives Dokument zur transmedialen Buchreihe Bookattack – Living in Books. This is a fictional document!