Ein Keller in Morrisonville

In einen grottigen Keller in Morrisonville befand sich der fast leblose, blutüberströmte Körper von Thomas Hünighusen!

CHARLES GORE: DA lag Thomas in einem undefinierbaren Zustand, vielleicht war er da auch schon tot … Bei ihm standen zwei Männer, seine Folterknechte  … Bunk und Stephen … Schläger die Robert Ellsberg angeheuert hatte … Und denen stand Kober nun gegenüber. Das Corvfarin  in ihm wirkte noch … Er halluzinierte. So sah er Ida Tiemann zwischen den Männern stehen … Mit blutbeschmierten Haaren und Dreck im Gesicht.  Sie schaute ihn böse an. … In der rechten Hand hielt sie einen Stein, von dem Blut tropfte. Von hinten kam Edmund Mertzbach, in der rechten Hand einen verdreckten Fußball, in der linken Hand einen matschigen Kohlkopf … Auch er schaute Kober verärgert an! … Wie damals als sie Fußball spielten und der Ball in Mertzbachs Garten flog! … Dann schleuderte Mertzbachs Trugbild den Ball in Kobers Richtung! … Kober, der vom Ball nicht im Gesicht getroffen werden wollte, köpfte den Ball weg und stürzte nun auf die Männer zu.

GUS JONES: Die werden ihn ja für ziemlich bescheuert gehalten haben. So wie der durch den Raum sprang, hinter einem imaginären Ball her …

CHARLES GORE: Er traf natürlich nicht den Ball, sondern den Kopf des einen Bewachers … Noch unter dem Einfluss von Corvfarin, tat ihm der Kopfstoß wohl weniger weh. Er stand jedenfalls gleich wieder auf und kämpfte weiter.

GUS JONES: Wobei alles so blitzschnell durcheinander ging, dass man gar nicht wusste, ob er immer noch hinter dem Ball her war und sich auf dem Fußballfeld im Dorf wähnte oder ob er sich nun mit den Männern schlagen wollte.

CHARLES GORE: Als Mertzbach dann auch noch den Kohlkopf nach ihm warf, wich Kober dem „Geschoss“ geschickt aus, ließ dabei den auf ihn zustürmenden, zweiten Bewacher ins Leere laufen und gab dem Kerl auch noch einen harten Stoß ins Kreuz. Der krachte auf den Boden und Kober konnte ihn bezwingen … So hat Kober es jedenfalls später erzählt.

Szene 13: Thomas gibt Hinweise auf den alten Turmaufstieg

GUS JONES: Strange ging es im diesem Keller aber noch weiter zu … Thomas sprach (!) plötzlich zu Kober … In der Ecke stand Mertzbach, den Fußball unter dem rechten Arm, an der linken Hand hielt er die kleine Ida … Sie hörten zu …

CHARLES GORE: Thomas sah – wie gesagt – furchtbar aus , er hatte dicke Schrammen im Gesicht, geronnenes Blut auf der Stirn und den Wangen, einige Zähne eingeschlagen, den Kiefer gebrochen. Kobers Gedanken waren zwiespältig … Einerseits lag da vor ihm ein alter Freund, andererseits der mutmaßliche Mörder seiner Freundin Ida … „Wir …“, röchelte Thomas. „Wir waren das nicht … Idas Tod … Weder Paul, noch du, Max …, auch nicht Vater.“ Er schaute in die Kellerecke. „Und schon gar nicht Herr Mertzbach …“ „Und du?“, fragte Kober. „War es ein Unfall?“ „Ich?? … Nein! Bei Gott, nein!“ Thomas hustete. „Nein, ich war es nicht … Herr Mertzbach war dem ALLEM auf der Spur. Ich … ich … wollte ES holen … Es ist alles dort … Da kam Ida …“ „Wer hat sie umgebracht?“, wollte Kober wissen. „Schau in den Turm … Der alte Turmaufstieg … Du betrittst die Treppe.“ War die rätselhafte Antwort. “Was ist da passiert, Thomas? THOMAS? He?“ Aber Thomas Hünighusen lebte nicht mehr! … Schon seit einer Weile nicht mehr.

GUS JONES: Alles in der Phantasie von Kober?

CHARLES GORE: Schon irgendwie. Trugbilder. Der Tod von Ida bleibt rätselhaft.

GUS JONES: Nun gut … das ist nicht das einzige Rätsel in Kobers Geschichte. Hinter jede Ecke lauern gleich zehn davon … Und Erklärungen gibt’s keine … Selbst Kober weiß zu wenig …

CHARLES GORE:  … Der stochert immer noch im Nebel herum … Geduld, Gus! … Geduld! …