Die große Flut

hiuizu890

Die Flut ist verheerend. Eine Katastrophe.  Ich weiß nicht, ob es so eine Katastrophe schon mal in Amerika gegeben hat. Es regnet andauert. Seit dem letzten Sommer hat es im Einzugsgebiet des Mississippi starke Regenfälle gegeben. Da begann schon das Übel. Ich weiß nicht, ob ihr schon mal auf einer Landkarte gesehen habt wie der Mississippi durch Amerika fließt. Das beginnt weit oben. In den Mississippi läuft das Wasser aus Flüssen oben in Montana, North Dakota und Minnesota. Im Osten kommt Wasser sogar aus Ohio, ja auch aus dem Staat New York. Und das Wasser fließt dann bis hier hinunter zum Delta bei New Orleans. Im Winter und auch jetzt im Frühjahr, war immer wieder sehr schlechten Wetter. Das ganze Frühjahr war mies. So gab es Mitte April in New Orleans so starke Regenfälle, die dazu führten, dass Teile der Stadt bis über einen Meter mit Wasser überflutet waren. Ganze Landstriche stehen jetzt unter Wasser. Das sind wirklich dunkle Tage für Amerika. Ich mein, ihr seht es ja selber. Viele Häuser stehen bis zum Giebel unter Wasser. Zahlreise Eisenbahnlinien sind zerstört oder unterflutet. Den Leuten ist ihr Hab und Gut versunken. Tiere, Autos, Kutschen, alles abgesoffen. Manchmal gelingt es Leuten mit Wagen in die überfluteten Gebiete zu fahren, um Menschen und Tiere zu retten. Wir haben gestern eine Familie gesehen, die aus einer überfluteten Stadt mit einem Pferdewagen floh. Andere schaffen es mit Booten. Riesige Gebiete sind nur noch mit Booten erreichbar. Boote sind dort das einzige Fortbewegungsmittel. Natürlich gibt es nun jede Menge Obdachlose. Zum Glück gibt es für die die Flüchtlingscamps. Das sind Camps mit langen Reihen von Armeezelten. Da leben nun die ganz armen halt. Die die am wenigsten dafür können. Es ist nicht nur der Regen … auch die Dämme … aber, was glaubt ihr Jungs, wer wird die größeren Schäden davon tragen, die Bürgermeister, die Senatoren, die Ingenieure, die die Dämme konstruiert haben oder das einfache Volk? Wer sind denn die Leute in den Flüchtlingscamps? Vornehmliche Schwarze. Die dürfen nämlich nicht einfach abhauen. Nee, aber sie dürfen die Sandsäcke schleppen. Ohne Bezahlung. Die Weißen bekommen in den Camps gute Kleidung, während die Schwarzen dort halbnackt und ohne Schuhe herumlaufen müssen. Rettungsboote nehmen oft die Schwarzen nicht mit. Mit solchen Sachen muss Schluss sein.  Ich seh‘ schon, ich versteht gar nicht wovon ich rede. Wobei Carl große Hoffnung in euch setzt. Schön, dass Edmund euch geschickt hat. Ihr seid sicher gute Jungs, gerade jetzt brauchen wir die Guten. Die Sache an der Carl arbeitet wird die Welt verändern, sie wird sie besser und gerechter machen. Euer kleines Päckchen wird uns hoffentlich endlich den Durchbruch bringen.

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