Die brennende Kugel

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Wassermühle (Infos zum Bild)

Wir sind im 18. Jahrhundert. Das Jahr 1784 ist noch jung. Ein Unwettertag im Februar, als der Himmel sämtliche Tore geöffnet …

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Bilder (oben) mit Textauszug aus der Sage „Die brennende Kugel“: … am waldbedeckten Höhenzug zwischen Sülz und Agger lebte vor einigen hundert Jahren ein Wundarzt namens Johannes Nikol[aus Gierlich] ... Blick von der Kapelle in Breidenbach (Gemeinde Lindlar) in Richtung Hahnenzell und Waldbruch. Darunter: Über dem Eingang der Kapelle in Waldbruch (Gemeinde Lindlar). Video (unten) zur Sage „Die brennende Kugel“. Blick von der Kapelle in Breidenbach (Gemeinde Lindlar) in Richtung Hahnenzell und Waldbruch und Kreuz an der Kapelle.

Die Sage „Die brennende Kugel“

„In Lindlar im Bergischen Land unweit des Lennefe Bachs, am waldbedeckten Höhenzug zwischen Sülz und Agger lebte vor einigen hundert Jahren ein Wundarzt namens Johannes Nikolaus Gierlich. An einem Unwettertag im Februar, als der Himmel sämtliche Tore geöffnet und der Wind arg stark blies, brachten Dorfbewohner ihm einen schwerverletzten Mann.
Räuber aus dem Süden hatten den Fremden mit einer Pistolenkugel getroffen, als sie ihm den Kirchenschatz rauben wollten. Der Wundarzt versuchte dem Angeschossenen zu helfen. Als dies jedoch misslang und der Mann drohte an der hohen Blutung zu sterben, da rollte dieser vom Tisch und verschwand begleitet von einem Blitz aus dem Haus.
Zurück ließ der Fremde eine Kugel aus Metall und eine nur schwer entzifferbare Schrift. Als Gierlich diese verstanden hatte, verschwand er auf dieselbe Weise wie der Fremde.
Als sich der Fremde und der Wundarzt auf der anderen Seite der Zeit wiedertrafen, beschlossen sie an dieselbe Stelle, zur selben Zeit des Unglücks zurück zu kehren. Doch dieses Mal wollte der Fremde den Angriff der Leute aus dem Süden abwehren, um sein damaliges Leben fortzuführen.
Wieder kam es zum Kampf. Der Fremde und der Wundarzt zogen sich ins Haus zurück. Das Haus ging in Flammen auf und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die sich ausbreitende Feuersbrunst zerstörte die ganze Gasse.
Die beiden konnten fliehen und sollen gen Holland gegangen. Die Kugel aus Metall zersprang in der Glut des Hausbrandes und ein teuflisches Wesen soll von Flamme zu Flamme gehüpft sein.
Obwohl man an gleicher Stätte ein neues Haus erbaut, glüht in regnerischen Februarnächten eine Kugel aus Metall feuerrot im Obergeschoss. In diesen Nächten traut sich gar niemand auf die Gasse, da man sonst vom Blitz verschluckt werden könnt.“

(aufgezeichnet von Heinrich Gustav von Hipel irgendwann im Zeitraum 1784 bis 1795)

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Am Bach (Infos zum Bild)
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Die Sage „Die brennende Kugel“ (aus dem Nachlass von Heinrich Gustav von Hipel, aufgezeichnet zwischen 1784 und 1795).

Hinweis: Dies ist ein fiktives Dokument zur transmedialen Buchreihe Bookattack – Living in Books. This is a fictional document!