Meja Mwangi: Die Wilderer

kenwildMeja Mwangi: Die Wilderer (erschien 2001 beim Unionsverlag)

Ort der Handlung: Kenia (Lali Hills, Tsavo, Nairobi)

Al Haji ist ein Gangsterboss und Farmbesitzer bei Nairobi. Er macht Geschäfte mit der Deloris-Familie in New York. Als Al Haji für eine Lieferung nach Hong Kong das versprochene Elfenbein nicht schnell genug liefern kann, bekommt er Ärger mit Arturo Spinelli, rechte Hand von Giuseppe „Happy Joe“ Deloris, Kopf der Deloris-Familie. Arturo, von Al Haji stets Arthur genannt, was den Italiener furchtbar ärgert, Arturo Spinelli kommt sogar persönlich nach Kenia, um zu klären, wie man geschäftlich weiter machen kann und um Al Haji zu drohen. Außerdem hat er Ricardo mitgebracht, der auf der Farm bleibt, Al Haji nervt und sich in die Geschäfte einmischt und sie übernehmen will.

Auf der anderen Seite sind Frank Burkell und Johnny Kimathi, ein Weißer und ein Schwarzer. Sie waren früher Jäger in Kenia, nun sind sie als Ranger tätig. Zu ihren Aufgaben gehört das Aufspüren und das Gefangennehmen von Wilderern. Eine solche Jagd wird eindrucksvoll in Kapitel zwei geschildert. Die Ranger sind unterwegs im Tsavo-Nationalpark und haben ihr Hauptquatier in Lali Hills, 300 Kilometer südöstlich von Nairobi, Kenias Hauptstadt. Man ahnt nun, dass Frank Burkell und Johnny Kimathi die Bande zu Fall bringen werden. Dann kommt es aber anders, da Kimathi seine Freundin Sofia heiraten möchte und ihr Vater Kimathi nicht mag, da er Ranger ist (Sofias Schwester war ebenfalls mit einem Ranger verheiratet und wurde von Wilderern erschossen), quittiert Kimathi daraufhin den Dienst, heiratet Sofia und zieht mit ihr nach Nairobi zu seinem Onkel. Der hat in der Grogan Road einen kleinen Gemischtwarenladen, den nun Johnny und Sofia auf Vordermann bringen. Das läuft solange gut, bis der Schutzgeldeintreiber Kuria kommt und einen Teil der Einnahmen fordert. So kommt es doch noch zu einer Konfrontation mit der Bande, denn Kuria ist für Al Haji tätig. Bis zum Schluss ist Frank Burkell und Johnny Kimathi allerdings nicht ganz klar, mit welchem mächtigen Gegner sie es zu tun haben. Sie agieren eher aus dem Bauch heraus.

Das Buch erschien erstmals 1979 bei Longman Kenya (Nairobi) unter dem Titel „The Bushtrackers“. Die Übersetzung von Peter Friedrich erschien 2001 im Unionsverlag (Zürich).