Zweigwerk der Fahrradwerke Bismarck in Lindlar

„1896 gründeten David-Heinrich Böhme, Hermann Frowein, Richard Guhl und Richard Halbach die Fahrradwerke Bismarck GmbH in Radevormwald-Bergerhof. Bereitwillig hatte Altreichskanzler Otto von Bismarck der Gesellschaft die Genehmigung zur Führung seines Namens gegeben. […]
1918 wurde die Firma in die Kommanditgesellschaft Fahrradwerke Bismarck, Schütte & Co. umgewandelt. Nach dem Ende des Krieges stieg die Nachfrage nach preiswerten Fortbewegungsmitteln langsam wieder an. Das Unternehmen erweiterte sein Angebotim Bereich der Fertigung und im Verkauf einzelner Fahrradteile und hoffte, dass die Sportbewegung der 1920er Jahre den Umsatz an eigens entwickelten Rennrädern steigernwürde. In der Folgezeit nahmen die Produktionszahlen stetig zu. Bald war das Betriebsgelände in Bergerhof zu klein. Zweigwerke in Wuppertal-Ronsdorf, Ratingen und in Lindlar übernahmen Produktionsbereiche. In Lindlar wurden von 1922 bis 1927 Zahnräder in den Gebäuden gefertigt, die Jahre später von der Firma ‚Nord-West Verpackung‘ genutzt und erweitert wurden.“ (Freilichtblick, 2007)

Das Fabrikgebäude in Lindlar war 1919 erbaut worden ([1]). Schloß das Zweigwerk 1927 wegen der schlechten Straßenverhältnisse? Das folgende Zitat lässt dies vermuten:

„Die Fahrradwerke Bismarck in Lindlar drohen mit Stillegung, wenn die Bismarckstraße nicht sofort ausgebaut wird“. (Zitat von 1927 in: Padtberg, Beate-Carola, Die Wirtschaftsgeschichte des Oberbergischen Kreises: ein Lesebuch zur Regionalgeschichte, 2000)

 Literatur:
https://www.ig-bismarck.de/